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Über
fünfzig größere und kleine Halligen gestalteten einstmals die
friesischen Uthlande. Sie blieben als Reste nach großen Sturmfluten als
kleine Landflächen erhalten oder bildeten sich durch Aufschlickungen
wieder neu.
Zu dieser
Zeit war Waygaard vor 1574 eine Hallig. Mit einem kleinen Hafen bestanden
für kurze Zeit sogar Handelsbeziehungen mit Friesland und Holland. In der Folge von Eindeichungen wurde
auch Waygaard zwischen 1574 und 1577 mit einem Seedeich landfest gemacht.
Heute
besteht Waygaard aus der Großwarft Süder-Waygaard, NorderWaygaard,
Waygaard-Deich und Bollhaus.
Insbesondere
die Großwarft Süder-Waygaard hat die alte Siedlungsstruktur weitgehend erhalten und
gilt mit ihren heute 14 Häusern in ursprünglicher Bebauung als ein Kleinod in Nordfriesland mit
einer überregionalen Bedeutung. Die
ältesten Häuser der Südseite sind so genannte Ständerhäuser mit einer
Kattschur. Diese Bauweise verhinderte bei einer Sturmflut die völlige
Vernichtung, auch wenn die Wände dem Wasserdruck einmal nicht
standgehalten hätten. Die Nordseite wurde bei einem Großbrand 1826
vollständig zerstört und danach wieder aufgebaut.
Waygaard
leitete sich von dem männlichen Vornamen "Weig" ab. Mit "Gaard"
wurde ein bedeutender Einzelhof bezeichnet. Weiggaard bedeutet demnach "Weig
sein Hof".
Seit der Gemeindezusammenlegung 1978 gehört Waygaard
zur Gemeinde Dagebüll. |